Unser naturpädagogischer Ansatz Für Kinder.
Die Natur ist ein wichtiger Bildungsraum für Kinder. In unserer Kita erleben sie die Jahreszeiten mit allen Sinnen, entdecken Pflanzen und Tiere und erforschen ihre Umwelt mit Neugier, Bewegung und Freude. Naturpädagogik bedeutet für uns, Kindern Zeit und Raum zu geben, draußen zu spielen, zu beobachten, zu fragen und eigene Erfahrungen zu sammeln.
In unserer Kita ist Naturpädagogik kein „Extra-Angebot“, sondern ein Grundprinzip unseres pädagogischen Alltags: Kinder erleben Natur als Lern- und Lebensraum – bei Wind und Wetter. Wir schaffen Rahmenbedingungen, in denen Kinder Naturmaterialien mit allen Sinnen erfahren, selbstwirksam handeln, Zusammenhänge verstehen und Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen. Dabei verbinden wir freies Spiel, forschendes Lernen, kreatives Gestalten und handwerkliches Tun zu einer lebendigen, nachhaltigen Pädagogik.
Unsere Leitidee: Natur erleben – nachhaltig handeln
Unser Haus orientiert sich an einer plastikarmen, nachhaltigen Ausstattung und einer Haltung, die ressourcenschonendes Handeln sichtbar macht. Wo immer möglich setzen wir auf Holz, Kork, Jute und weitere Naturmaterialien – sowohl in der Raumgestaltung als auch bei Spiel- und Arbeitsmaterialien. Upcycling, Selbstherstellen und Reparieren gehören für uns zur gelebten Alltagskultur.
Draußen sein als Selbstverständlichkeit
Wir gehen grundsätzlich täglich nach draußen. Der Aufenthalt im Außengelände ist für Kinder eine verlässliche Möglichkeit – ob für freies Spiel, Naturbeobachtung, Bewegung oder ruhige Rückzugszeiten. Einschränkungen gibt es nur bei klar definierten Gefährdungslagen (z. B. Sturm, extreme Kälte/Hitze, Glätte, Starkregen).
Ein zentrales Element ist unser fester Waldtag (wöchentlich, als verlässlicher Rhythmus; Start zunächst am Donnerstagvormittag). Dieser Waldtag gilt für Elementar- und Krippenkinder und wird organisatorisch durch einen gepackten Bollerwagen unterstützt. Regeln und Verhaltensweisen werden gemeinsam mit den Kindern erarbeitet und regelmäßig besprochen; passende Kleidung ist Voraussetzung und wird mit Familien transparent vorbereitet.
Garten, Werkstattcharakter und forschendes Lernen
Unser Außengelände verstehen wir als Lernwerkstatt. Kinder werden aktiv in Gartenarbeit eingebunden und erleben Tätigkeiten wie Pflanzen, Pflegen, Ernten, Gestalten und Werken als bedeutsam. Angebote mit Schnitzen, Werken, Forschen und Gestalten finden bewusst im Garten statt – mit einem Werkstattcharakter, der zum Ausprobieren und Dranbleiben einlädt. Dabei beziehen wir auch unterstützende Rollen wie die Haustechnik gezielt ein.
Ein besonderes Merkmal unseres Außengeländes ist unsere Draußen-Werkstatt. Sie ist ein geschützter, gut ausgestatteter Arbeits- und Kreativbereich im Freien, der den Kindern vielfältige Möglichkeiten eröffnet: bauen, konstruieren, gestalten, forschen und experimentieren – nah an Naturmaterialien und mit Blick auf nachhaltiges Handeln. In der Draußen-Werkstatt können Kinder ihre Ideen praktisch umsetzen, unterschiedliche Materialien erproben und eigene Lösungswege entwickeln. Dabei werden unter anderem Fein- und Grobmotorik, Ausdauer, Konzentration, Kreativität und Teamfähigkeit gestärkt.
Raumgestaltung: Natur im Innenraum konsequent mitdenken
Naturpädagogik zeigt sich auch in unserer Umgebungsgestaltung: Wir integrieren große und kleine Topf- sowie Rankpflanzen (unter Beachtung von Sicherheit und Brandschutz) und nutzen Dekorationen aus Naturmaterialien aus der unmittelbaren Umwelt (z. B. Stöcke, Ruten, Tannenzapfen, Schilf). Damit Natur „im Haus“ sichtbar bleibt, schaffen wir zugängliche Strukturen, z. B. offene Regale mit Pflanzen, Töpfen und Samen sowie thematische Stationen mit Pflanzen, Wasser, Holz, Heu und Erde. Forschendes Lernen verstehen wir nicht als „ein Raum macht das“, sondern als Prinzip: Ein bisher gedachter Forscherraum wird zugunsten einer Verteilung von Forscherelementen aufgelöst – in jedem Raum soll geforscht werden können.
Wo kommt unser Essen her?
Wir bauen Obst und Gemüse an und prüfen den Ausbau (weitere Hochbeete, perspektivisch ggf. ein Ackerbereich). Ziel ist, dass Kinder Kreisläufe von Anbau, Pflege, Ernte und Nutzung erleben – und die Frage „Wo kommt das Essen her?“ im Kita-Alltag konkret wird.
Zusammenarbeit mit Familien und externen Partnerinnen und Partnern
Naturpädagogik gelingt am besten als Gemeinschaftsaufgabe. Wir binden Familien aktiv ein, z. B. über Eltern- und Großeltern-AGs, Unterstützung bei Ausflügen und Waldtagen sowie Kooperationen mit externen Partnerinnen und Partnern (u. a. NABU, Biosphäre/Grünes Klassenzimmer, Naturkundemuseum-Workshops, Kompostieranlage, Imkerei, Fischerei-/Anglerverein, Ehrenamtliche). So erweitern wir Erfahrungsräume und verankern Naturwissen alltagsnah.